Köstlich herbe Bierbegleitung zum nachgeholten Weihnachtsfeiertagsessen

Bild(c)Weisses Bräuhaus

Unser traditionelles Weihnachtsessen zum 1. Weihnachtsfeiertag wurde dieses Jahr bedingt durch Urlaub fern der Heimat,  zum Neujahrsessen an Heilige Drei Könige. Wie immer gab es Sarmale (Kohlrouladen) mit Bratkartoffeln und Sauerrahm. Dazu hatte mein Bruder diesmal eine Alternative zum üblichen Tegernseer Hell eingeschenkt: TAPX Meine Porter Weisse. Zuerst dachte ich, es wäre ein dunkles Weißbier, aber schon beim Ansetzen des Glases, kitzelte ein mir unbekannter Geruch meine Nase und der erste Schluck schmeckte erstaunlich malzig. Mir zumindest schmeckte es und wie ich finde, ist das süffige Bier ein ausgezeichneter Begleiter zu den geschmacklich leicht säuerlichen Kohlrouladen.

Geheimnis gelüftet
Neugierig wie ich bin, wollte ich natürlich mehr über dieses köstlich dunkle Gesöff wissen. Als ich zuhause war, beschäftigte ich eine Weile die Suchmaschine, um hinter das Geheimnis dieses dunklen Biers zu gelangen: Was kommt heraus, wenn sich ein bayerischer und ein britischer Bierbrauer treffen? Eine bayerische Porter Weisse der Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn GmbH – eine obergärige Schneider Weisse, gepaart mit einem obergärigen Porter. Hmh, Porter – was ist das oder besser, wer hat´s erfunden? Laut Wikipedia, ist Porter ein dunkles, oft tiefschwarzes Bier mit malzig oder röstmalzbetontem Geschmack und einer herben Note. Seinen Ursprung hat das dunkle Hopfengetränk im London des 18. Jahrhunderts. Erst im 19. Jahrhundert fand es seinen Weg in den Ostseeraum und wurde in Finnland, Estland, Lettland, Lituaen, Polen, Russland und Deutschland mit einem stärkeren Alkoholgehalt als sogenanntes dunkles Starkbier gebraut. Übrigens, sehr beliebt in der Fastenzeit.

Kaufort
Nun, wieder zurück in die Gegenwart. Die Sonderedition, die zu einem stolzen Preis von 10,90 Euro käuflich zu erwerben ist, habe ich leider bis dato nur hier online gefunden. Soviel sei gesagt: für Nachschub ist gesorgt.

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Deftiges für kalte Tage

Deftiges für kalte TageFoto@wortraum-Verlag

Wohlschmeckend anders

Wird es draußen immer kälter, sehnt sich der Körper nach etwas Deftigem. In Rumänien wird zur kalten Jahreszeit sehr gerne Krautwickel (Sarmale) gegessen. Aber nicht nur im Winter lassen es sich die Rumänen schmecken, nein auch zu Hochzeiten, Feiertagen oder einfach nur Sonntags, gibt es diese köstlichen Vitaminpakete, mit einem Klecks Sauerrahm. Sauerkraut ist nicht nur kalorienarm, sondern verfügt über reichlich Ballaststoffe und enthält viel Vitamin C.

Übrigens: Der Unterschied zu deutschen Kohlrouladen ist der, dass in Rumänien Sauerkraut verwendet wird und in das gemischte Hack auch Reis beigemischt wird.

Ein tolles Rezept gibt es nicht nur in meinem Kochbuch sondern auch unter http://www.huettenhilfe.de/rezept-sarmale-krautwickerl_604.html.

Hier noch ein kleiner Film. Harald Vachsmann, Chefkoch des Restaurants „Noblesse“ in Bukarest erklärt, wie Sarmale in dem gehobenen Restaurant gemacht und serviert werden:

Viel Spaß beim Kucken oder beim Nachkochen