Partysnack: Römische Knödel

Fasching ist zwar vorbei, aber Fingerfood ist zu jeder Zeit angesagt. Mir haben es seit meiner Kindheit diese Römischen Knödel angetan. Ich fand es immer toll reinzubeißen und Käsefäden zu ziehen. Dazu gab es für uns Kinder immer ein Glas Buttermilch oder Kefir.

Auch heute noch bereite ich diese Knödel zu – für Geburtstage oder andere Feierlichkeiten. Das schöne ist, man kann sie in ihrer Größe und im Käse variieren. Klein, sind sie mit einem Haps verschlungen. Groß gerollt, sind sie eine eigenständige Hauptspeise, die je nach Geschmack mit Soße und Salat kredenzt werden kann. Selbst im Backofen mit einer Schicht Sauerrahm machen Sie eine schmackhaft gute Figur.

Römische-Knödel-2015-02-20

@wortraum-Verlag

Zutaten

½ l Milch
4 EL Grießmehl
Semmelbrösel
Öl
100 g Parmesan oder
anderer herzhafter Hartkäse
2 Eigelb
2 Eiweiß
Butter
200 g Sauerrahm
Salz

Zubereitung

Milch zum Sieden bringen und unter permanentem Rühren den Grieß zugeben. Wenn die Masse fast kalt ist,
geriebenen Parmesan, Eigelb, Eischnee und eine Prise Salz hinzugeben. Gut miteinander vermengen.
Anschließend mit einem Teelöffel kleine Kugeln formen, in den Semmelbröseln wälzen und in ausreichend
Öl von beiden Seiten schwimmend braten. Kurz auf ein Küchenkrepp legen und warm mit Sauerrahm-Dip servieren.

Alternative, weitere Zubereitung

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.Die gebratenen Knödel in eine mit Butter gefettete Auflaufform setzen, Sauerrahm darüber gießen und ca. 5 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200 °C auf mittlerer Schiene überbacken. Die Knödel werden warm an Salatbouquet serviert.

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Auf die Rolle gekommen – Vietnamesisches Fingerfood

Nachdem das Wetter momentan alles andere als sonnig ist, holte ich mir die Sommerfrische des letzten Jahres geschmacklich ins kalte hier und heute. Letzten Sommer war ich oft vietnamesisch Essen. Besonders die Vorspeisen haben es mir angetan. Vor allem mit der Sommerrolle verbinde ich wunderbar warme Sommertage. So holte ich mir dann kurz entschlossen gestern Abend ein Stück Sommer in meine Wohnung.

Am Nachmittag hatte ich alles, was ich dafür benötigte, beim Asiaten um die Ecke besorgt und am Abend war es dann soweit: der Sommerrolle-Premierenabend. Als erstes weichte ich Glasnudeln und Trompetenpilze im warmen Wasser ein – selbstverständlich voneinander getrennt. Garnelen, Lauchzwiebeln, Koriander, Minze und Karotten schnitt ich kleiner, als klein. Nach einer Einweichzeit von ca. 15 Minuten wurden auch Nudeln und Pilze ebenso atomisiert und den anderen Kleinteilen beigemischt. Die Masse habe ich mit Fischsauce abgeschmeckt.

Dann ging es an das Reispapier. Die für mich größte Hürde. Zugegeben, die ersten drei Blätter wanderten in „die Ablage unten rechts“. Beim vierten Blatt flutschte es dann aber wie von Geisterhand: kurz durchs Wasser gezogen, auf das nasse Küchentuch gelegt, zwei Minuten gewartet, das feuchte, nun labbrige Blatt vorsichtig auf die Arbeitsfläche gelegt und im unteren Drittel dann zwei Esslöffel der Masse platziert. Dann schlug ich die rechte und die linke Seit ein und rollte von unten nach oben. Das Ergebnis: eine tadellose Sommerrolle. So rollte ich munter vor mich hin, von Rolle zu Rolle versierter werdend, mein Abendessen zusammen. Nach 5 Rollen, ging es ab ins Ölbad. Kurz darin gewendet und halbwegs goldbraun, wanderte das Fingerfood auf Küchenkrepp zum Ausfetten.

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@Münchner-Heimspiel

Während die Rollen munter vor sich hin brutzelten machte ich die Chilisauce fertig. Wasser, Reiswein, Limettensaft, braunen Zucker und frisch geschnittene Chiliringe aufkochen. Mehr nicht. Das war die wirklich leichteste Übung an diesem Abend.

Nach der Pflicht, kam dann die wohlschmeckende Kür. Es war einfach köstlich. Nachdem noch etwas Masse übrig geblieben ist, werde ich heute auch wieder rollen – damit ich ja nicht aus der Übung komme.

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@Münchner Heimspiel