Auf die Rolle gekommen – Vietnamesisches Fingerfood

Nachdem das Wetter momentan alles andere als sonnig ist, holte ich mir die Sommerfrische des letzten Jahres geschmacklich ins kalte hier und heute. Letzten Sommer war ich oft vietnamesisch Essen. Besonders die Vorspeisen haben es mir angetan. Vor allem mit der Sommerrolle verbinde ich wunderbar warme Sommertage. So holte ich mir dann kurz entschlossen gestern Abend ein Stück Sommer in meine Wohnung.

Am Nachmittag hatte ich alles, was ich dafür benötigte, beim Asiaten um die Ecke besorgt und am Abend war es dann soweit: der Sommerrolle-Premierenabend. Als erstes weichte ich Glasnudeln und Trompetenpilze im warmen Wasser ein – selbstverständlich voneinander getrennt. Garnelen, Lauchzwiebeln, Koriander, Minze und Karotten schnitt ich kleiner, als klein. Nach einer Einweichzeit von ca. 15 Minuten wurden auch Nudeln und Pilze ebenso atomisiert und den anderen Kleinteilen beigemischt. Die Masse habe ich mit Fischsauce abgeschmeckt.

Dann ging es an das Reispapier. Die für mich größte Hürde. Zugegeben, die ersten drei Blätter wanderten in „die Ablage unten rechts“. Beim vierten Blatt flutschte es dann aber wie von Geisterhand: kurz durchs Wasser gezogen, auf das nasse Küchentuch gelegt, zwei Minuten gewartet, das feuchte, nun labbrige Blatt vorsichtig auf die Arbeitsfläche gelegt und im unteren Drittel dann zwei Esslöffel der Masse platziert. Dann schlug ich die rechte und die linke Seit ein und rollte von unten nach oben. Das Ergebnis: eine tadellose Sommerrolle. So rollte ich munter vor mich hin, von Rolle zu Rolle versierter werdend, mein Abendessen zusammen. Nach 5 Rollen, ging es ab ins Ölbad. Kurz darin gewendet und halbwegs goldbraun, wanderte das Fingerfood auf Küchenkrepp zum Ausfetten.

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@Münchner-Heimspiel

Während die Rollen munter vor sich hin brutzelten machte ich die Chilisauce fertig. Wasser, Reiswein, Limettensaft, braunen Zucker und frisch geschnittene Chiliringe aufkochen. Mehr nicht. Das war die wirklich leichteste Übung an diesem Abend.

Nach der Pflicht, kam dann die wohlschmeckende Kür. Es war einfach köstlich. Nachdem noch etwas Masse übrig geblieben ist, werde ich heute auch wieder rollen – damit ich ja nicht aus der Übung komme.

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@Münchner Heimspiel

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